Bei Übernahme der umfangreichen Arbeiten zur Rekonstruktion der Schloßanlage (Renaissance- Wasserschloß) waren die Original-Befunde größtenteils nicht vorhanden bzw. sind bei zurückliegenden Restaurierungsarbeiten über- arbeitet oder beschädigt worden. Umfangreiche Befund-Untersuchungen wurden notwendig, um die Geschichte des Schlosses und dessen jeweilige Bauepochen zu erforschen.

Behutsam und mit erheblichen Aufwand wurde die alte Bausubstanz saniert, die in den letzten Jahrzehnten, teils durch fehlende Instand- setzungs- und Erhaltungsmaßnahmen, teils durch unsachgemäße Überarbeitung und Erweiterung einzelner Bauteile stark in Mitleidenschaft gezogen war.

Die gesamten Baumaßnahmen gestalteten sich schwierig, da neben der Umsetzung der Belange der späteren Nutzer auch während des Umbaus gewonnene Erkenntnisse und Befunde berücksichtigt und in die Konzeption und den weiteren Ausbau eingearbeitet werden mußten. Grundsätzlich wurden in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege Dresden die Grundrißstrukturen der vorhandenen Bebauung aufgenommen und im Falle des Schloß-gebäudes historisch saniert bzw. in den Nebengebäuden neuen Nutzungen zugeführt.
Alle Gebäude wurden medientechnisch in Etappen neu so erschlossen, daß die historischen Fassaden und Innenräume des Renaissance- Wasserschlosses nicht beeinträchtigt wurden.
Das Innere des Wasserschlosses bietet nach der Sanierung und Rekonstruktion wieder das Raumbild des 16/17. Jahrhunderts.

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